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Meine Schwester Asumpta PDF Drucken E-Mail
Freitag, 19. Juni 2009 um 18:11 Uhr

Suuuuper, meine kleine Schwester ist im Internet, mit ihrer Onlineserie auf dem Internetportal der Zeitung Main Post, was ein Hammer die Videos, so kenn ich sie meine kleine Schwester Asumpta. Dickes lob aus der heimlichen Heimatstadt Bad Königshofen. Demnächst ruft Hollywood und du darfst deine ersten Videos mit den ganz Großen drehen. Ich will aber mit auf den Roten Teppich. Bis dahin hier mal deine aktuellen Videos.

 Teil 1: Warum Würzburg eine l(i)ebenswerte Stadt ist

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Teil 2: Fränkische Gastlichkeit - und ihre Überraschungen

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Videos von der Main Post (www.mainpost.de)

 

Zeitungsartikel vom 18.06.2009

Autor: Andreas Jungbauer

Zeitung: Main Post

 

WÜRZBURG

Afrikanerin hält Unterfranken den Spiegel vor

Videos mit ungewöhnlichem Blickwinkel ab sofort zu sehen

Über Afrika können die Würzburger viel erfahren – beim Festival, bei Vorträgen, auf Reisen. Wie aber erlebt eine Afrikanerin Würzburg und Unterfranken? Die tansanische Journalistin Asumpta Lattus hat sich umgeschaut. Entstanden sind bemerkenswerte Videos.

Den Würzburgern wird ja gerne attestiert, dass sie zum Nörgeln neigen – nicht nur mit anderen, sondern auch mit sich selbst. Dass sie das Schöne, Besondere und Lebenswerte ihrer Stadt bisweilen glatt übersehen. Betriebsblind könnte man so etwas nennen. Umso lohnender scheint ein Blick von außen. Von ganz außen.

Erst seit eineinhalb Jahren lebt Asumpta Ngonyani in Würzburg. Anfangs war alles fremd. Doch mittlerweile rutschen ihr gar schon ein paar fränkische Wortbrocken heraus, überstrahlt von einem herzhaft-ansteckenden Lachen. Sie kennt die leckeren Bratwürste auf dem Marktplatz. Sie genießt das Sommerflair am Mainufer. Und sie weiß, dass der Würzburger Stein kein Obelisk, sondern eine weltberühmte Weinlage ist.

In kürzester Zeit hat die 35-Jährige neue Wurzeln geschlagen, heißt mittlerweile Lattus statt Ngonyani und wohnt mit Ehemann Michael und dem dreijährigen Töchterchen Emma in der Sanderau. Noch vor einem Jahr musste sie sich mit Englisch über Wasser halten. Nach Intensivkursen spricht sie mittlerweile ausgezeichnet Deutsch und sucht auch nach beruflichen Herausforderungen.

Übersichtlich muss Würzburg sein für eine, die als Kosmopolitin überall in der Welt herumgekommen ist und sechs Sprachen fließend spricht: Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Deutsch – und ihre Muttersprache Kisuaheli. Ihre Ausbildung und berufliche Laufbahn waren ein Glücksfall angesichts der typisch afrikanischen Kindheit: Mit neun Geschwistern ist sie in einem Dorf im Süden Tansanias aufgewachsen. „Nein, wir waren nicht arm“, sagt Asumpta bescheiden. „Schließlich hatten wir ja alle genug zu essen.“

Es reichte sogar, um die damals 19-Jährige auf eine weiterführende Schule in die Hauptstadt Dar Es Salaam zu schicken. Danach verdiente sie sich erste Sporen als Radiomoderatorin und Programmassistentin, ehe sie für vier Jahre nach Rom ging: An der Salesianer-Uni studierte sie erfolgreich Kommunikationswissenschaft und Soziale Kommunikation – und kehrte als nationale Netzwerk-Koordinatorin zum Radio nach Tansania zurück. Praktika führten sie zur UNO nach New York, nach Südamerika, in die USA – und in ihrer neuen Heimat Würzburg zur Main-Post.

Auf diese Weise entstanden außergewöhnliche Einblicke für unsere Leser und Internet-User: Sie erleben Würzburg in den Videos mit Asumpta Lattus durch eine andere Brille. Lernen die Stadt neu zu entdecken. Eine Stadt, von der die Afrikanerin sagt: „In Würzburg fühle ich mich wohl und nicht als Fremde.“

Das Besondere tun und das Selbstverständliche nicht lassen: Wo der afrikanische Kontinent authentisch vermittelt werden soll, ist Asumpta gerne zur Stelle – sei es in Schulen, Jugendgruppen oder Vereinen.