| Presse M2I |
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| Montag, 07. September 2009 um 19:20 Uhr | ||||||||||||
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Medium: Rhön- und Streubote Autor: Astrid Hagen-Wehrhahn Datum: 10.07.2009
MellrichstadtJeder Mensch hat zwei Seiten. Eine Seite, wie wir uns selbst sehen und eine Seite, wie andere uns betrachten. „Mein zweites ICH“, so lautet eine interessante Fotoausstellung, die vom 9. Juli bis 3. August mit großem Erfolg in der Bad Königshofener „Schranne“ lief und nun auch nach Mellrichstadt gekommen ist. Thomas Hälker, Fotograph aus Bad Königshofen und der Designer Daniel Schreiber sind die Künstler, die 13 Jugendliche des JuZ, dem Jugendzentrum in Bad Königshofen, im Rahmen eines Projektes auf ungewöhnliche Weise porträtiert haben. Die Ausstellung gilt gleichzeitig auch als Auftaktveranstaltung der zweiten Jugendkulturwochen, die während der gesamten Sommerferien in Kooperation mit dem JuZ, den Museen in der Schranne, der Stadt Bad Königshofen, der vhs Rhön-Grabfeld und den beiden Fotokünstlern stattfinden wird. Als Kooperationspartner hatte Vhs-Leiter Klaus Schemmerling die Ausstellungseröffnung übernommen und begrüßte dazu die JuZ- Leiterin Renate Knaut, sowie die Königshofener Stadträtin Erika Indriss, die ebenfalls die beiden Künstler und die porträtierten Jugendlichen im Bürgerhaus willkommen hieß. Hier sei ein Netzwerk geschaffen worden, an dem mit Erfolg 18 Jahre gewoben worden sei, unterstrich Schemmerling in seiner kurzen Ansprache, in der er für das Projekt und die Kooperation sehr viele lobende Worte fand. Auch Indriss stellte heraus, dass zur Jugendarbeit Idealismus gehöre und dankte deshalb insbesondere Hälker, Schreiber und den Jugendlichen für ihr Engagement. „Ihr habt was tolles auf die Beine gestellt“, meinte Indriss, die im Gegenzug die Politik kritisierte. „Wir könnten, wir müssten, wir sollten,“ sei da oftmals von Politikern zu hören wenn es um das Thema Jugendarbeit ginge. Bis dann von Geld die Rede sei. Inzwischen reagiere sie allergisch wenn Politiker im Konjunktiv sprächen. Die Porträts der 13 Jugendlichen bestehen jeweils aus drei Teilen, sprach anschließend Thomas Hälker zur Entstehungsgeschichte der Schwarz-Weiß-Bilder. Dabei zeige das linke Porträt, von Fotografen gemacht, wie er die Person sieht, wie der Jugendliche von Außen gesehen wird. Beim rechten Bild fotografierten sich die Jugendlichen per Fernauslöser selbst. Und obwohl in gleichem Raum, bei gleicher Ausleuchtung mit hartem Streiflicht entstanden, haben sie eine ganz andere Wirkung auf den Betrachter. So eben, wie sich die Jugendlichen selbst sehen. Und schließlich stellt das Bild in der Mitte den Brückenschlag dieser beiden Seiten des Ichs dar, wie Hälker weiter erläuterte. Dieses „Verbindende“ zeigt einen Gegenstand , der aktuell im Leben dieser jungen Menschen eine besondere Bedeutung hat, beziehungsweise zu dem sie eine emotionale Bedeutung haben. „Es wurde so wenig wie möglich nachgearbeitet, hier wurde kein Beauty-Programm angewendet“, erklärte Schreiber. Bei der Fotobearbeitung sei es ausschließlich darum gegangen, die Konturen und Gesichtszüge noch präziser und genauer herauszustellen. Und wie Thomas Hälker ergänzte, die Jugendlichen „authentisch“ abzulichten. Die Schärfe habe er dabei auf die Augen gelegt, wobei eine Gesichtsseite mit hartem Streiflicht absichtlich in den Schatten gestellt worden sei. Diese Seite stünde gewissermaßen für das Unbekannte, das was der Porträtierte von sich selbst nicht preisgeben möchte. Bis auf das Mittelbild haben sich Hälker und Schreiner bewusst für das Schwarz-Weiß-Porträt entschieden. Wie der Designer erklärte, lenke Farbe oft zu sehr ab vom Eigentlichen. Und das passte schließlich auch zu dem was Schemmerling abschließend sagte: Oft hänge man sich an etwas Äußerlichem fest, an einem Piercing oder Irokesen –Haarschnitt. Dann bemerke man, wie schön Menschen sind und - wie er beim Betrachten der Porträts festgestellt habe - wie schön und ausdrucksstark diese Jugendlichen seien. Nachdem nun mit „Mein zweites Ich“ die Jugendkulturwochen eröffnete wurden, sind die Jugendlichen des JuZ schon bei den Vorbereitungen zum nächsten Projekt. Unter dem Titel „24 Stunden Kön“ präsentieren sie bereits am 24. August eine weitere Fotoausstellung in den Kasematten in Bad Königshofen. Es folgen Foto-, Mal- und Tanzworkshops, sowie Museumsnächte und Filmabende in Bad Königshofen und Mellrichstadt, als gemeinsamem Veranstalter der Jugendkulturwochen. Und wie Thomas Hälker, der neben diesem Projekt auch JuZ-Pate ist und einen besonders guten Draht zu den Jugendlichen hat, dazu meinte, brauche es die aktive gemeinsame Kulturarbeit um eine funktionierende Kulturszene zu schaffen. Und das gehe im Grunde nur noch in einem Netzwerk mit gegenseitiger Unterstützung, so wie es in Bad Königshofen und Mellrichstadt praktiziert werde. Um so bedauerlicher, dass - nachdem der Ausstellung „Mein zweites Ich“ in Bad Königshofen so große Beachtung geschenkt wurde - in Mellrichstadt keine Öffentlichkeitsvertreter den Weg zur Vernissage gefunden hatten. „Mein zweites Ich“ ist noch bis zum 8. September im Bürgerhaus am Marktplatz zu den Öffnungszeiten des Aktiven Mellrichstadt zu sehen.
Medium: Main Post Autor: Regina Vossenkaul Datum: 10.07.2009 MELLRICHSTADTEin Blick auf das zweite IchVernissage der Fotoausstellung im Bürgerhaus – Faszinierende Portraits „Wie wirke ich auf andere? Wie sehe ich mich selbst?“ Die Fragen klingen, als wären sie einem Lehrbuch über Öffentlichkeitsarbeit oder einer psychologischen Studie entnommen. Möglicherweise finden sie sich auch dort wieder. Thomas Hälker jedoch, Fotojournalist aus Bad Königshofen, hat einen besonderen Weg gefunden, sich diesen existenziellen Fragen menschlichen Lebens zu nähern. Zusammen mit Grafiker Daniel Schreiber porträtierte er junge Erwachsene des Jugendzentrums (JuZ) Bad Königshofen, ließ sie sich anschließend selbst porträtieren, verband beide Aufnahmen durch einen für die Jugendlichen charakteristischen Gegenstand ihrer Wahl und schuf so ein modernes Triptychon. Ausdrucksstark zeigt es zwei Seiten, Selbst- und Fremdsicht, einer Person und gibt unwillkürlich einen Teil dessen preis, was die 13 Jugendlichen beeinflusst. Die Ausstellung heißt „Mein zweites Ich“ und wurde bereits in der Kurstadt gezeigt. Nun wurde sie in Mellrichstadt im Vhs-Bürgerhaus eröffnet, wo sie bis September zu sehen ist. Klaus Schemmerling, Leiter der Volkshochschule (Vhs) Rhön und Grabfeld, lobte die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bad Königshofen, dem JuZ und der Vhs. Seit nunmehr 18 Jahren kooperieren Mellrichstadt und Bad Königshofen auf dem Bereich der Kulturarbeit eng miteinander. Ein Problem bestehe allerdings bis heute. „Jugendarbeit spielt häufig in einem Raum, bei dem Erwachsene nicht so genau wissen, was da passiert“, klagte Schemmerling. Er kritisierte, dass Jugendarbeit häufig immer noch nicht publikumswirksam geschehe. Nur in negativen Fällen werde die Öffentlichkeit informiert. Dass Jugendliche in kein vorgefertigtes gesellschaftliches Bild passen, mag sein, dass sie allerdings ständig aus dem Rahmen fallen, könnte im wahrsten Sinne des Wortes die Ausstellung widerlegen. Eigens aus Bad Königshofen angereist war Stadträtin Erika Idriss. Schon seit langem liegt ihr die Jugendarbeit am Herzen, auch wenn sie eigentlich die Referate Behinderte, Senioren und soziale Belange betreut. Dem Wunsch vieler Politiker nach kostenloser Jugendarbeit entgegnete sie: „Jugendarbeit benötigt Idealismus und Geld.“ Allergisch sei sie gegen die oft gebrauchten Konjunktive „man müsste, man könnte, man sollte“. Sie zeigte sich begeistert von dem Fotoprojekt, schließlich seien Jugendliche nicht mit alten Hüten zu begeistern.Thomas Hälker, Mitinitiator und Fotograf, führte fort: Ohne Jugendliche gäbe es die Ausstellung 'Mein zweites Ich' nicht. Die Jugendlichen selbst waren es, die die Bilderrahmen mit Inhalten gefüllt hätten. Ideengeberin für das Fotoprojekt war die Königshöferin Christine Wehe-Bamberger. Die Fotokünstlerin organisierte im Vorjahr ein Projekt, bei dem Jugendliche aus Bad Königshofen den Eindruck, den sie von ihrer Umgebung gewannen, mittels einer Einwegkamera festhielten. Von Anfang an sei er fasziniert gewesen, von der Idee, den Kontrast zwischen dem eigenen Ich und dem, wie andere einen sehen aufzuzeigen, gestand der Fotojournalist. Beide Porträts bilden gewissermaßen die Eckpfeiler für das mittlere Bild. Dieses zeigt anhand eines alltäglichen Gegenstands, wie die Jugendlichen sich nach außen präsentieren. Durch den Entzug der Farbe in den Porträts habe man versucht, den Blick auf die wesentliche Aussage zu lenken, ergänzte Daniel Schreiber, Mitorganisator und Grafiker. Am Ende war eine Vernissage eröffnet, die nicht zuletzt durch ihre Schönheit besticht. Neben der Freude über die tollen Fotografien und die brillante Technik zeigte die Ausstellung eines ganz deutlich: die Faszination Mensch. Jeder Mensch hat zwei Seiten: eine Seite, wie wir uns selbst sehen und eine Seite, wie andere uns betrachten. Und schließlich wird der kritische Betrachter zum Denken angeregt. Zum Nachdenken über die Fragen „Wie wirke ich auf andere?“ und „Wie sehe ich mich selbst?“ Im Blickpunkt„Mein zweites Ich“ Bis Dienstag, 8. September, ist die Ausstellung in der Galerie des Vhs-Bürgerhauses zu sehen. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag (außer Mittwoch) von 9.30 bis 12.30 Uhr und von 15 bis 17 Uhr sowie Samstag von 9.30 bis 12.30 Uhr.
Medium: Main Post Autor: Regina Vossenkaul Datum: 10.07.2009 BAD KÖNIGSHOFENZweimal Ich und etwas WichtigesFoto-Ausstellung mit den Portraits der JuZ-Jugendlichen eröffnet „Mein zweites Ich“ ist der Titel der neuen Foto- Ausstellung, die am Donnerstagabend im Gewölbekeller des Archäologischen Museums eröffnet wurde. Thomas Hälker und Daniel Schreiber haben gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Jugendzentrum Bad Königshofen ein interessantes Konzept umgesetzt, eine ansprechende Ausstellung zusammengestellt und damit ihre Talente in den Bereichen Fotografie und Design unter Beweis gestellt. Bei der Eröffnung freute sich Bürgermeister Thomas Helbling über die unerwartet große Resonanz. „Einfach cool“, fand Klaus Schemmerling, Leiter der vhs Rhön-Grabfeld und Münnerstadt, die Ausstellung, die er auch nach Mellrichstadt holen wird. Man könne sich das, was hier in der Jugendarbeit geleistet werde, zum Vorbild nehmen, so Schemmerling. Interessant fand er auch, dass an diesem Abend ganz andere Leute im Museum anzutreffen waren als sonst bei Vernissagen. Sonderpädagogin Renate Knaut, die im Rahmen des Integrationsprojektes im JuZ tätig ist, erinnerte an ein vorangegangenes Fotoprojekt. Dabei hatte man entdeckt, dass die Fotografie etwas ist, womit man die Jugendlichen begeistern kann. Durch das neue Projekt, das nicht das letzte sein soll, wurde die interessante Arbeit vor und hinter der Kamera fortgesetzt. Thomas Hälker berichtete von den sieben Fototerminen mit den 13 teilnehmenden Jugendlichen. Er schoss zunächst Portraitfotos, die die Person so zeigen, wie er sie als Fotograf wahrnahm. Anschließend durften die Jugendlichen sich selbst fotografieren und ein Bild auswählen, auf dem sie mehr von ihrer Persönlichkeit verraten und sich so zeigen, wie sie sich selbst sehen. Zwischen den beiden ausgestellten schwarz-weißen Portraits befindet sich jeweils ein Bild von einem Gegenstand, der dem Abgebildeten viel bedeutet und auch einiges über ihn verrät. Die anfängliche Befürchtung, jeder würde sein Handy präsentieren, bewahrheitete sich nicht. Schmuckstücke, ein Boxhandschuh, ein Paar Tanzschuhe, Fußballschuhe, Schiedsrichterzubehör, Autoschlüssel und Ähnliches wurden abgelichtet. Die Seiten des MenschenDie Idee sei entstanden, als er beobachtet habe, wie anders sich die Jugendlichen in einer Gruppe oder als Einzelner verhalten, berichtete Fotograf Hälker. Die unterschiedlichen Seiten des Menschen sollen in der Ausstellung gezeigt werden. Daniel Schreiber erläuterte, dass es auch das Ziel gewesen sei, die Eigenheiten der unterschiedlichen Gesichter hervorzuheben. Die Abbildungen der Gegenstände wurden vor einen rein weißen Hintergrund gesetzt, der sie wie schwebend erscheinen lässt. Einige der Schnappschüsse, die während der Fotositzungen entstanden, wurden zusätzlich auf Tafeln zugänglich gemacht und ergänzen die Ausstellung. Die gelungene Präsentation ist noch bis zum 3. August im Keller des Archäologischen Museums zu sehen, dann vom 4. August bis 8. September in Mellrichstadt, anschließend noch einmal bis zum 18. September in Bad Königshofen. Die Öffnungszeiten sind Dienstag und Donnerstag 10 bis 12 Uhr, Dienstag, Mittwoch und Freitag 14 bis 16 Uhr, Donnerstag 17 bis 19 Uhr und Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr.
Medium: Main Post Autor: SSH Datum: 03.07.2009 BAD KÖNIGSHOFEN„Mein zweites ICH“ auf FotoAusstellung des JuZ (ssh) Die letzten Vorbereitungen für die erste Fotoausstellung der beiden Fotokünstler Thomas Hälker und Daniel Schreiber läuft auf Hochtouren. Sie haben gemeinsam das Projekt „Mein zweites ICH“ mit dem JuZ, dem Jugendzentrum in Bad Königshofen, ins Leben gerufen und mit den Jugendlichen eine Fotostrecke geschaffen, die ab Donnerstag im Museum in der Schranne zu bewundern ist. Vor der Eröffnung müssen aber noch die letzten Fotos nachbearbeitet, neu gesichtet und schließlich gedruckt werden. 13 Jugendliche aus dem JuZ wurden porträtiert, einmal aus Sicht Hälkers – und einmal so, wie sie sich selbst gesehen haben: Mit einem Fernauslöser warteten sie den Moment ab, bis sie meinten, ihre Mimik und Gestik sei perfekt. Weiterhin mussten sie einen Gegenstand fotografieren lassen, zu dem sie ein besonderes Verhältnis haben oder mit dem sie emotional viel verbindet. „Jeder Mensch hat zwei Seiten: eine Seite, wie wir uns selbst sehen, und eine Seite, wie andere uns betrachten“, erklärt Hälker das Konzept. Die Jugendlichen sind momentan Dauerbesucher bei den beiden Fotokünstlern, um jeden Schritt genauestes zu beobachten. Die Vernissage im Museumskeller der Schranne findet am Donnerstag, 9. Juli, um 19 Uhr statt. Weitere Informationen gibt es unter www.blitzding.de und www.designwelten.net.
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